Abfluss verstopft: Welche Hausmittel wirklich helfen – und welche Rohre ruinieren
Was wirklich hilft
Der Pömpel (Saugglocke) ist und bleibt die Nummer eins: Überlauf zuhalten, Wasser ins Becken, kräftig pumpen. Löst die meisten frischen Verstopfungen in Küche und Bad. Heißes (nicht kochendes) Wasser mit einem Schuss Spülmittel löst Fettablagerungen in der Küche. Die Kombination Backpulver plus Essig kann bei leichten Verstopfungen helfen – Wunder darf man sich aber keine erwarten, die sprudelnde Reaktion ist schwächer als ihr Ruf.
Bei Haaren im Duschabfluss: Siebeinsatz herausnehmen und die Haare mit einem Draht oder einer günstigen Kunststoff-Reinigungskralle herausziehen. Unappetitlich, aber hochwirksam.
Wovon wir dringend abraten
Chemische Rohrreiniger sind der häufigste Fehler: Die aggressive Lauge löst die Verstopfung oft nur teilweise, verklumpt darüber und bildet einen zähen Pfropfen – den wir dann unter Schutzausrüstung entfernen müssen. Bei älteren Rohren und Dichtungen richtet die Chemie zusätzlich Schäden an. Auch von Drahtkleiderbügeln und improvisierten Spiralen raten wir ab: Wer damit in Siphon und Rohrbögen stochert, zerkratzt das Material und schafft neue Ablagerungsflächen.
Absolutes No-Go: Hochdruckreiniger am Abfluss ohne passende Rohrdüse. Der Druck sucht sich den Weg des geringsten Widerstands – im schlimmsten Fall durch die Dichtung in die Wand.
Wann Sie den Profi rufen sollten
Wenn der Pömpel zweimal versagt hat, das Wasser in mehreren Abflüssen gleichzeitig steht oder es aus tieferen Rohren gluckert und riecht, liegt die Ursache tiefer – im Fallstrang oder Kanalanschluss. Dann helfen nur noch Profigeräte: elektromechanische Spirale, Hochdruckspülung und im Zweifel eine Kamera-Inspektion.
Bei uns kostet die Abflussreinigung ab 139 € pauschal inklusive Anfahrt – und Sie erfahren den Preis, bevor wir anfangen. Wiederkehrende Verstopfungen klären wir per Kamera, statt alle drei Monate dasselbe Rohr zu spülen.