Legionellen im Warmwasser: Die unterschätzte Gefahr in Wiener Wohnungen
Was Legionellen sind und warum sie gefährlich werden
Legionellen sind Bakterien, die sich in stehendem, lauwarmem Wasser zwischen 25 und 45 °C stark vermehren. Gefährlich werden sie nicht beim Trinken, sondern beim Einatmen feinster Wassertröpfchen – also vor allem beim Duschen. Die Folge kann eine schwere Lungenentzündung sein (Legionärskrankheit), besonders riskant für ältere und immungeschwächte Menschen.
Die 3 Schutzregeln für Ihren Haushalt
Regel eins: Warmwasser heiß genug halten. Im Boiler bzw. Warmwasserspeicher sollten mindestens 60 °C eingestellt sein – Legionellen sterben ab etwa 55 °C zuverlässig ab. Die oft empfohlene 'Sparsam-Einstellung' von 45 °C spart ein paar Euro Strom und züchtet dafür Bakterien.
Regel zwei: Stagnation vermeiden. Nach Urlaub oder längerer Abwesenheit alle Wasserhähne und die Dusche 2–3 Minuten heiß durchspülen – dabei das Bad verlassen oder das Fenster öffnen, um die Aerosole nicht einzuatmen. Regel drei: Selten genutzte Entnahmestellen (Gäste-WC, Kellerdusche) wöchentlich kurz laufen lassen.
Wann der Installateur gefragt ist
Bei Durchlauferhitzern und Kombithermen ohne Speicher ist das Risiko gering – das Wasser wird frisch erhitzt. Kritischer sind ältere Boiler, große Speicher und verzweigte Leitungen mit 'toten Strängen', in denen Wasser dauerhaft steht. Wir prüfen Ihre Warmwasseranlage, stellen Temperaturen richtig ein, bauen bei Bedarf thermostatische Zirkulationsventile ein und legen stillgelegte Leitungsstränge fachgerecht tot.
Für Vermieter und Hausverwaltungen gilt: In größeren Anlagen sind regelmäßige Legionellen-Prüfungen Teil der Verkehrssicherungspflicht. Wir unterstützen mit Probenahme-Vorbereitung und der technischen Sanierung auffälliger Anlagen.