Therme verliert ständig Druck? Ursachen und die richtige Nachfüll-Anleitung
So füllen Sie richtig nach (ohne Risiko)
Schritt 1: Therme ausschalten oder auf Sommerbetrieb stellen und Heizkörper-Thermostate öffnen. Schritt 2: Den Füllhahn finden – meist ein kleiner Hahn oder eine flexible Panzerschlauch-Verbindung unter dem Gerät. Schritt 3: Langsam öffnen und das Manometer beobachten, bis der Zeiger zwischen 1,5 und 2 bar steht. Schritt 4: Hahn fest schließen – ein nicht ganz geschlossener Füllhahn ist selbst eine häufige Ursache für Druckprobleme. Schritt 5: Heizkörper entlüften und Druck nochmals kontrollieren.
Wichtig: Nie über 2,5 bar füllen. Ab etwa 3 bar öffnet das Sicherheitsventil und lässt Wasser ab – dann ist der Druck wieder weg und das Ventil verkalkt mit der Zeit.
Druck fällt immer wieder: die 4 üblichen Verdächtigen
Erstens das Ausdehnungsgefäß: Der häufigste Fall. Die Membran im Gefäß verliert über die Jahre ihren Gasdruck; typisches Zeichen ist starkes Druckschwanken zwischen kalt und warm. Prüfung und Neubefüllung sind Standardteil unserer Wartung. Zweitens das Sicherheitsventil: Tropft der Ablaufschlauch unter der Therme, schließt das Ventil nicht mehr richtig – ein günstiger Tausch. Drittens Mikro-Leckagen im Leitungsnetz: Kleine undichte Stellen an Verschraubungen oder unter dem Estrich, oft ohne sichtbaren Wasserfleck, weil das Wasser verdunstet. Viertens ein Riss im Wärmetauscher: Der Ernstfall – erkennbar auch daran, dass aus dem Kondensatablauf mehr Wasser kommt als üblich.
Wann Sie uns rufen sollten
Als Faustregel: Öfter als zwei- bis dreimal pro Heizsaison nachfüllen ist nicht normal. Dann sollte die Ursache gefunden werden, bevor aus dem Komfortproblem ein Wasserschaden oder Thermenschaden wird. Wir prüfen Ausdehnungsgefäß, Sicherheitsventil und Leitungsnetz systematisch – bei unauffindbaren Leckagen mit professioneller Leckortung, punktgenau und ohne unnötiges Aufstemmen.